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Swap

Bei einem Swap „tauschen“ zwei Vertragspartner ihre Finanzierungskonditionen aus und profitieren von Kostenvorteilen des jeweils anderen.
Swap-Geschäfte treten vor allem in Form von Währungs- und Zinsswaps auf. Ein Währungsswap stellt den Tausch eines Kapitalbetrags und der aus diesem Kapitalbetrag resultierenden Zinsbeträge einer Währung in einen Kapitalbetrag und daraus resultierender Zinsen in einer anderen Währung dar. Damit dieser Tausch für beide Seiten unter Kostengesichtspunkten (gilt gleichermaßen auch für Zinsswaps) vorteilhaft sein kann, müssen folgende Voruaussetzungen erfüllt sein:
(1) Zwei Unternehmen in unterschiedlichen Ländern haben hinsichtlich der Volumina, der Laufzeiten und der Zinsberechnungsbasen gleiche Finanzierungsinteressen, aber entgegengesetzte Valutabedürfnisse.
(2) die Unternehmen können sich aufgrund ihres Standingvorteils am Heimatmarkt günstiger verschulden als das jeweils andere Unternehmen.
Damit kann ein Währungsswap z. B. wie folgt abgeschlossen werden: Ein deutsches und ein US-amerikanisches Unternehmen verschulden sich jeweils an ihren Heimatmärkten; die aufgenommenen Mittel werden zum Kassakurs getauscht, die jährlichen Zinsverpflichtungen werden gegenseitig beglichen und am Ende der Laufzeit werden die Kapitalbeträge zum ursprünglichen Kassakurs zurückgetauscht. Neben einer Absicherung des Währungsrisikos ermöglicht der Währungsswap den Parteien gegenüber einem jeweiligen Direktengagement auch einen kostengünstigeren Zugang zum jeweiligen Fremdwährungsmarkt.
Analog funktionieren Zinsswaps. Zum Beispiel werden festverzinsliche Wertpapiere zwischen Vertragspartnern getauscht, die unterschiedliche Finanzierungskonditionen haben; z. B. werden variable Verzinsung gegen fixe getauscht.